#GameDesMonats - Mai: Heroes of the Storm 2.0

Offizieller Cinematic Trailer

Neues Gameplay 2.0


Allgemeine Infos zum Spiel


Spielbeschreibung

Setting

Heroes of the Storm oder auch HotS ist ein Mehrspieler-Titel, der 2015 veröffentlicht wurde. Mit dem Update 2.0 gab es eine Geralüberholung des Spiels, weshalb sich ein genauerer Blick darauf lohnt. HotS ist ein MOBA (Multiplayer Online Battle Arena), das im Universum von Blizzard Entertainment angesiedelt ist. In dieser Spielvariante treten zwei Teams mit fünf Spielern in einer Arena gegeneinander an. Ziel des Spiels ist durch eine effektive Zusammenarbeit die Basis des Gegners zu zerstören.

 

Spielaufbau

Heroes of the Storm orientiert sich an klassischen Elementen aus dem MOBA-Genre und versucht gleichzeitig durch leichte Veränderungen eine kurzweilige jedoch intensive Erfahrung zu erzeugen. Es wird aus der Vogelperspektive gespielt und arbeitet mit einer Benutzeroberfläche. Bei HotS suchen sich die Spieler zu Beginn einer jeden Partie einen Helden aus. Diese Helden stammen aus den verschiedenen Spielen von Blizzard (Diablo, World of Warcraft, Overwatch und Starcraft). Jeder der 66 Charaktere besitzt mehrere einzigartige Fähigkeiten.

Sobald die Spieler ein Team zusammengestellt haben, werden sie per Zufallsprinzip einer Karte zugeordnet. Diese Karten unterscheiden sich in Details, die Grundlagen bleiben aber bestehen. Optisch sind sie immer in zwei ähnliche Hälften unterteilt. Jedes Team besitzt eine Basis auf jeweils gegenüberliegenden Seiten. Von dieser führen zwei oder drei Wege (lanes) zur gegnerischen Basis. Auf diesen Wegen befinden sich Hindernisse, wie Türme und Tore, die feindliche Einheiten angreifen und aufhalten sollen.
Außerdem bewegen sich auf diesen Straßen unaufhörlich Wellen von kleineren Einheiten, sogenannten Dienern, die gleich stark sind, in der Mitte aufeinander treffen und sich dort dann besiegen. An dieser Stelle entsteht ein grundlegendes Gleichgewicht. Mischen sich nun die Spieler ein und zerstören die Diener der Gegner geht dieses Gleichgewicht verloren. Dadurch können die Diener bis zum Hauptgebäude vorrücken und es zerstören. Dies müssen die gegnerischen Teams jedoch verhindern und somit entsteht ein Konflikt bei dem die Helden gegeneinander antreten. Durch das Vernichten von gegnerischen Dienern, Gebäuden und Helden erlangen die Helden Erfahrungspunkte, steigen Stufen auf und schalten neue Fähigkeiten frei.

 

Die Besonderheiten von Heroes of the Storm ist, dass das Zusammenarbeiten noch stärker notwendig ist, als bei ähnlichen Spielen und dass der Einstieg recht simpel ist. Blizzard Entertainment ist dafür bekannt, alte Spielprinzipien neu zu strukturieren und bis zur Perfektion zu treiben. Bei HotS hat der Entwickler das durch einige Veränderungen in der Spielmechanik geschafft.

  • Das Sammeln von Erfahrung ist nicht mehr als individuelle Leistung angelegt, sondern als Teamleistung. Kein Spieler kann eine Partie alleine tragen, da die Erfahrungspunkte durch alle geteilt werden.
  • Es gibt auf jeder Karte spezielle Points of Interest. Diese zwingen die Spieler dazu, gegeneinander anzutreten, da sie Vorteile verschaffen. Diese künstlichen Konflikte erhöhen die Spannung und die Notwendigkeit gegen den Gegner vorzugehen.
  • Das Fähigkeitensystem ist so einfach wie möglich gestaltet. Jeder Charakter hat im Schnitt sechs Fähigkeiten, die durch das Sammeln von Erfahrungspunkten und das Freischalten von Talenten verbessert werden können.

 

Pädagogische Besprechung

Thema

HotS  ist ein kompetitves Strategiespiel mit Rollenspielelementen, bei dem es auf schnelle Reaktionen und Planung ankommt. Die Figuren und Spielfelder orientieren sich an den fiktiven Geschichten der Blizzard Computerspiele. Aus diesem Grund besitzen sie auch keinen Realitätssbezug. Das kooperative Spielen setzt jedoch gute Kommunikation und taktische Überlegungen vorraus.

 

Einsatz im Unterricht?

Für den Einsatz im Unterricht sprechen mehrere Aspekte. Zum Einen ist HotS kostenlos verfügbar und da eine Partie im Durchschnitt 15-20 Minuten dauert, können diese reibungslos in eine Schulstunde eingebaut werden. Die wichtigere Frage ist allerdings in was für einem Rahmen HotS Sinn machen würde? Hier eröffnen sich für mich vor allem drei Möglichkeiten:

1. Teambuilding: Das gemeinsame Erkämpfen eines Sieges verbindet die Mitglieder einer Gruppen. Man kennt das aus dem Sportunterricht. Der Vorteil bei einem Strategiespiel wie HotS ist, dass alle mit den gleichen Vorraussetzungen starten. Gleichzeitig kann das Team nur gemeinsam gewinnen, da man sich gegenseitig im Kampf unterstützen und Strategien entwickeln muss. Die verschiedenen Helden geben den Spielern die Möglichkeit sich mit dem jeweiligen Charakter zu identifizieren und auch eine gewisse Rolle einzunehmen. Manche Spieler möchten vielleicht ihre Teamkameraden heilen, andere wollen Schaden austeilen, wieder andere versuchen geschickt Fallen zu stellen. Die vielen Optionen und Rollen zwingen zum Austausch und Organisation innerhalb der Gruppe.

 

2. Erste Erfahrungen: Eine allgemeine Problematik bei der Auseinandersetzung mit Computerspielen ist, dass Lernende und Lehrende kaum Erfahrung auf diesem Gebiet besitzen. Möchte man Schüler und Schülerinnen im Umgang mit speziellen Medien fördern, muss zuerst das Medium genutzt werden. Kurzweilige Spiele, die trotzdem anspruchsvolle Tiefe sowie eine gewisse Einsteigerfreundlichkeit besitzen, eignen sich für solche Vorgänge hervorragend. Man kann sie kurz anspielen, über die Erfahrung sprechen und eventuell setzen sich einige Lernende intensiver mit der Thematik auseinander.

 

3. Gemeinschaftskunde/ Subkulturen/ Players Culture: In unserer Gesellschaft sind Games und Gamer eine Subkultur mit eigenen Traditionen und Sprache, die es zu betrachten lohnt. Möchte man eine Subkultur kennenlernen, muss man sich dieser öffnen und versuchen die Faszination zu verstehen. MOBAs, so wie Heroes of the Storm eines ist, sind mittlerweile ein weltweites Phänomen. Sportstadien werden mit Zuschauern gefüllt und die Preisgelder von Turnieren reichen bis in die Millionen. Eine Betrachtung dieses gesellschaftlichen und medienwisscheschaftlichen Phänomens, anhand einer exemplarischen Schulstunde könnte sicherlich ein interessantes Thema sowohl für die SuS als auch die Lehrenden sein.

Für wen?

Die USK gibt das Spiel zwar ab 12 frei, jedoch sollte das Spiel in einen Kontext eingebaut werden. Eventuell haben Zwölfjährige an dem Spiel Spaß, aber möchte man sich der Spielmechanik, der kooperativen Rollenverteilung und weiterführenden Themen widmen, sollte man mit Schülern von 15-18 arbeiten. Gleichzeitig sollte man immer im Hinterkopf behalten, dass das Ziel die Zerstörung der gegnerischen Basis und Helden ist. Auch wenn diese  Dinge Abstrakt dargestellt werden, könnte es auf Widerstand stoßen.

 

HotS ist ein schnelles, kostenloses MOBA mit dem man Schüler und Schülerinnen die Möglichkeit geben kann zusammenzuspielen und Computerspiele kennenzulernen und zu reflektieren.

Autor: Adnan Seithe


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